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Ich habe mich heute spontan entschlossen, mein Projekt „Jeden Tag ein Bild“ vorerst zu beenden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es hier jetzt keine Bilder mehr zu sehen gibt. Das wird es! Allerdings nicht mehr täglich (wie es ja schon seit einigen Wochen der Fall ist).

 

Ich habe dieses Projekt am 22. Oktober 2012 gestartet und bin nunmehr ca. 5 1/2 Jahre dabei.  Die ersten Jahre hat mir dieses Projekt sehr geholfen, in Bewegung zu kommen, raus in die Natur zu gehen und neue Dinge zu entdecken. Eine super, super Sache für mich, da ich sehr sehr depressiv und antriebslos war.

 

Mittlerweile leide ich zwar immer noch ab und an unter meinen chronischen Depressionen, aber ich habe viel, viel mehr Antrieb bekommen und bin heutzutage freiwillig ganz, ganz viel in der Natur. Auch wenn es mir schlecht geht, schaffe ich es zu 85 Prozent mir selbst in den Popo zu treten und raus zu gehen.

 

Das Projekt hat mir sehr geholfen, mich in der Fotografie zu verbessern, einen besonderen Blick zu bekommen und überhaupt Dinge wahrzunehmen, an denen die meisten einfach nur vorbeigehen, ohne was zu sehen. Ich habe öfters meine Schüchternheit überwunden und habe wildfremde Menschen angesprochen, um sie selbst oder deren Hunde zu fotografieren, um ein Bild für mein Projekt zu haben. Es ist schon echt krass, wie sehr mich das alles zum positiven verändert hat.

 

Allerdings bin ich ein Perfektionist und meine Ansprüche an dieses Projekt wurden immer größer. Jeden Tag sollte es ein perfektes Bild sein, was manchmal zeittechnisch gar nicht mehr möglich war und aufgrund der langen Laufdauer des Projektes und aufgrund des Faktes, dass ich bis auf Familienbesuche nie verreise, gingen mir auch irgendwann die Motive aus bzw. es wiederholte sich alles. Und obwohl ich niemanden Rechenschaft schuldig bin, hat es mich irgendwann angefangen, unter Druck zu setzen.

Ein -in meinen Augen- nicht perfektes Bild wollte ich nicht zeigen, also dann liebers gar nichts und so fing es an, dass ich nicht mehr täglich gepostet habe. Und ständig begleitete mich das schlechte Gewissen. Warum auch immer? Vielleicht ist das Projekt zu zwanghaft geworden und ich hab vielleicht auch leicht autistische Züge – keine Ahnung? Ich habe mich auch nicht getraut, das Projekt zu beenden, weil es ja eigentlich was Gutes ist und ich Angst vor den Konsequenzen habe. In manchen Dingen bin ich schon sehr ein Mensch, der Beständigkeit benötigt und dadurch zwanghaft Dinge tut, die eigentlich irgendwann einfach nur noch belasten.

 

Und heute morgen bin ich gedanklich einfach so aus diesem Zwang herausgesprungen und habe beschlossen, heute Nägel mit Köpfen zu machen. 😀 Für mich irgendwie gerade ein gutes Gefühl und ich freue mich, dass ich endlich (mit guten Gedanken) diesen Entschluss gefasst habe, weil ich jetzt freier bin. 😀

 

Ich werde diesen Blog erstmal umbenennen und trotzdem immer wenn ich will meine Bilder hier zeigen, aber ohne Regeln und ohne Zwang.

Ich danke allen,  die mir bisher hier gefolgt sind und mir desöfteren gesagt haben, wie toll meine Bilder  sind. Das hat mich immer sehr, sehr gefreut,  vorallem weil ich es ohne Gegenleistung bekommen habe. Ich bin nämlich überhaupt nicht so der Blogger und schaue bei Anderen vorbei, weil es hier  ausschließlich nur um mein Projekt ging und ich einen Platz dafür benötigte.

Mein heutiges letztes Bild unter einem Datum wird auch kein grandios perfektes Kunstwerk sein, sondern einfach nur ein schönes farbenfrohes Bild von Tulpen, die ich einfach total liebe ❤

Bis dahin,

Eure Kath ❤

 

7-5-2018

 

 

 

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